{"id":496,"date":"2019-04-24T19:09:44","date_gmt":"2019-04-24T17:09:44","guid":{"rendered":"https:\/\/fs.kswe.ch\/bgf\/?page_id=496"},"modified":"2024-01-08T08:59:25","modified_gmt":"2024-01-08T07:59:25","slug":"vorbereitung-biologie-olympiade","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fs.kswe.ch\/bgf\/vorbereitung-biologie-olympiade\/","title":{"rendered":"Vorbereitung Wissenschaftsolympiade Biologie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vorbereitung Wissenschaftsolympiade Biologie<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vorbereitung auf die Biologie-Olympiade, Erg\u00e4nzungen in Themenbereichen, die nicht im Lehrplan enthalten sind. Interessierte SuS, die sich gerne mit biologischen Themen auseinandersetzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Lehrperson:<\/strong> Claire Bonifay<\/p>\n<p><strong>Aufwand:<\/strong> jeweils April-Oktober zT zwei Lektionen pro Woche<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bericht \u00fcber ihre Erfahrungen als KSWE Sch\u00fclerin an der Schweizerischen &amp; Internationalen Biologie Olympiade von Jana Meier, G4C (2018)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<blockquote><p><strong>Schweizerische Biologie Olympiade (SBO)<\/strong><\/p>\n<p>Angefangen hat mein Abenteuer an die IBO 2017 wohl damit, dass ich einen unscheinbaren Brief \u00f6ffnete. \u201eGratulation, du hast in der 1. Runde der Schweizer Biologie-Olympiade XY Punkte erreicht und dich somit f\u00fcr die Vorbereitungswoche qualifiziert.\u201c So, oder so \u00e4hnlich lautete jedenfalls der Inhalt, der sogleich das Ticket f\u00fcr die Vorbereitungswoche und die n\u00e4chste Runde darstellte. Zusammen mit rund 60 anderen biologiebegeisterten Teilnehmern aus der ganzen Schweiz machte ich mich also Ende November auf den Weg nach M\u00fcntschemier. M\u00fcntsche-was? Ja, sogar die nette Dame am SBB-Schalter musste mehrmals nachfragen, bis sie mir zum Gl\u00fcck schlussendlich doch noch das richtige Ticket l\u00f6sen konnte. Dort angekommen wurden wir auch direkt ganz herzlich empfangen und kn\u00fcpften erste Kontakte und wer wollte, konnte dabei nat\u00fcrlich auch direkt seine Franz\u00f6sisch- oder Italienischkentnisse unter Beweis stellen. Bald waren die Schlafr\u00e4ume bezogen und alle hungrigen M\u00e4gen gef\u00fcllt und wir konnten am n\u00e4chsten Morgen in eine ziemlich biologielastige Woche starten. Egal ob Zellbio, Genetik, Anatomie oder Biochemie auf dem Plan stand, eins hatten alle Vorlesungen gemeinsam: man lernte viel dazu und auch Gebiete, die normalerweise in der Schule unangetastet bleiben, wurden abgedeckt. Und falls man doch mal den Faden verlor, konnte man fast beruhigt an das dicke Skripte-Buch denken, das wir am Ende der Woche mit nach Hause nehmen durften. Auch praktische Erfahrungen kamen nicht zu kurz, wir durften beispielsweise ein Herz sezieren (oder je nach Gruppe eher zu Hackfleisch verarbeitenJ) und auch ein Ausflug zur dorfeigenen Gelateria durfte nicht fehlen. Mein pers\u00f6nliches Fazit: Glac\u00e9 essen bei gef\u00fchlten 10 Grad unter Null kann durchaus seinen Reiz haben. Das Zwischenmenschliche kam nat\u00fcrlich auch nie zu kurz und so werden mir die langen N\u00e4chte, ausufernden Werw\u00f6lfeln-Runden oder einfach nur das gem\u00fctliche Beisammensein noch lange in Erinnerung bleiben.<\/p>\n<p>Ende Februar trafen sich dann die meisten wieder in Bern zur 2. Runde, welche aus einer 3-st\u00fcndigen (!) Multiple Choice Pr\u00fcfung bestand. Niemals h\u00e4tte ich jedoch gedacht, dass 3 Stunden so schnell vergehen k\u00f6nnen, ja es war sogar kaum vergleichbar mit einer Doppelstunde am Freitagnachmittag. Am Ende f\u00fchlte man sich aber dennoch total ausgepumpt und hatte das Gef\u00fchl bei vielen der Fragen nicht wirklich eine Ahnung gehabt zu haben. Offensichtlich ging es jedoch allen \u00e4hnlich und somit hiess es dann warten auf die Resultate.<\/p>\n<p>Insgesamt 20 der Teilnehmer konnten sich f\u00fcr die 3. und somit letzte Runde der SBO qualifizieren, ich machte wohl zumindest innerlich Luftspr\u00fcnge als ich erfuhr, dass ich eine davon war. Am Dienstag nach Ostern fanden wir uns dann also voller Vorfreude, unter anderem auf die schon lange nicht mehr gesehen Freunde, in Bern zur sogenannten SBO-Woche ein. Es folgten vier Tage, die vollgepackt waren mit den unterschiedlichsten Praktika. Ob Luftbl\u00e4schen z\u00e4hlen, die eine Wasserpflanze ausst\u00f6sst oder das Genmaterial von hungernden Fruchtfliegen untersuchen, wir durften unser K\u00f6nnen bei den verschiedensten T\u00e4tigkeiten quer durch die Biologie unter Beweis stellen. Die praktischen Arbeiten machten mir besonders Spass, da wir mit den unterschiedlichsten Methoden und Techniken \u00fcben durften und auch viel Neues und Spannendes dazulernten. Obwohl die Sachen, die wir machen durften wirklich ausserordentlich interessant waren, waren die meisten am Abend nudelfertig und so war der gemeinsame Gang ins Restaurant immer wieder eine willkommene Abwechslung und ein guter Ausklang eines anstrengenden Tages. Bei Pizza oder Pasta l\u00e4sst sich das am Tag Erlebte am besten Revue passieren und auch zu einigen sehr aufgeheizten Kartenspielrunden kam es im Laufe dieser paar Tage.<\/p>\n<p>Der kr\u00f6nende Abschluss dieser Woche stellte schlussendlich der SBO-Tag dar. Die Rangliste stand nun fest und es konnte endlich verk\u00fcndet werden, wer an die IBO im Sommer gehen darf. Gratulationen folgten auf H\u00e4ndesch\u00fctteln und Preis\u00fcbergaben, sodass mir wohl einige Details dieser Zeremonie im Trubel untergingen. Viele strahlende Gesichter und gl\u00e4nzende Medaillen versch\u00f6nerten das obligatorische Gruppenfoto und beim anschliessenden Ap\u00e9ro konnten wir uns endlich mit unseren Eltern, Geschwistern, Freunden oder wer sonst noch so angereist war, \u00fcber die vergangene Woche austauschen und diesen ereignisreichen Tag langsam ausklingen lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Internationale Biologie Olympiade (IBO)<\/strong><\/p>\n<p>Als es dann im Juli losging ins grosse Abenteuer, fuhren wir zuerst einmal nur nach Mainz, um gemeinsam mit dem deutschen IBO-Team noch ein paar Tage zu trainieren und unserem K\u00f6nnen den letzten Schliff zu verpassen. Nat\u00fcrlich hatte auch das ber\u00fchmte \u201eChuchich\u00e4schtli\u201c seinen Auftritt und ich konnte mich einmal mehr davon \u00fcberzeugen, dass Sauerkraut wohl nichts f\u00fcr mich ist. Dann ging die Reise weiter und nach einer aufregenden Zugfahrt mit Zwischenstopp in London erreichten wir endlich unser Ziel: die Universit\u00e4t in Warwick. Die Opening Ceremony der IBO war ein einmaliges Erlebnis. Es hiess, das Gastgeberland m\u00f6glichst gut zu pr\u00e4sentieren und so kamen wir in den Genuss eines Dudelsackkonzerts, einer Irish Dance Show und vielem mehr. Auch die vielen Teilnehmer, die aus der ganzen Welt her angereist waren, durften ihren Teil beitragen. Jedes Team durfte einzeln, geblendet vom Scheinwerferlicht \u00fcber die grosse B\u00fchne schreiten, allein schon dieser Moment war ein einzigartiges Erlebnis. Die Pr\u00fcfungen, die ja eigentlich den Kernteil der IBO ausmachten, waren an sich eigentlich gar nicht so spektakul\u00e4r. F\u00fcr den Theorieteil sassen wir eine gef\u00fchlte halbe Ewigkeit vor Computern und versuchten bei den Multiple Choice Fragen m\u00f6glichst immer die richtige Antwort zu treffen. Der praktische Teil war dann schon etwas spannender. Es gab zum Beispiel klitzekleine Maden zu sezierten, wobei nat\u00fcrlich viel Geschick gefragt war. Da jedoch die Pr\u00fcfungen nur 2 Tage der Woche ausf\u00fcllten, blieb auch noch gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr anderes. Wir besuchten zum Beispiel das Warwick Castle und die nahe gelegene Stadt Coventry, wobei wir uns auch mit etwas anderem als nur Biologie besch\u00e4ftigen konnten. Es gab tolle Grilladen oder T\u00e4nze zu Volksmusik (was lustiger war als ich zuerst bef\u00fcrchtet hatte) und nat\u00fcrlich blieb auch gen\u00fcgend Zeit, um sich mit den anderen Teilnehmern auszutauschen. Diesen Teil fand ich eigentlich mit am besten an meinem ganzen IBO-Abenteuer, wann trifft man schliesslich schon Menschen aus aller Welt? Besonders spannend war es, die verschiedenen Kulturen etwas kennen zu lernen und mehr \u00fcber die anderen L\u00e4nder und deren Sitten zu erfahren. (Besonders klischee-best\u00e4tigend waren die Chinesen, die die ganze Zeit am lernen waren) Unz\u00e4hlige Erinnerungsfotos wurden geknipst und Nummern ausgetauscht, denn der Tag der Heimreise kam viel zu schnell. Schon bald folgte der letzte Abend. Bei einem sehr leckeren Dinner wurde ein R\u00fcckblick auf die vergangene Woche gemacht und das wohl am meisten erwartete Ereignis dieser Woche fand statt: die Verk\u00fcndung der Resultate. Alle waren \u00fcbergl\u00fccklich \u00fcber ihr Resultat, egal ob es eine Medaille oder \u201enur\u201c ein Zertifikat beinhaltete. Doch so sch\u00f6n und feierlich dieser Abend auch war, uns war wohl allen sehr schmerzlich bewusst, dass es auch der allerletze war. Am n\u00e4chsten Morgen w\u00fcrden alle wieder abreisen, und so mussten wir uns schon wieder verabschieden, wo man sich doch gerade erst so richtig angefreundet hatte. Als kleines Trostpflaster blieben die vielen Erinnerungsfotos, die paar Worte auf Norwegisch, die ich in dieser Woche gelernt hatte und nat\u00fcrlich das Wissen, dass ich in Zukunft einige meiner neuen Bekannten wieder treffen werde und sie vielleicht sogar in ihrer Heimat besuchen kann. Im R\u00fcckblick kann ich definitiv sagen, dass ich wohl noch nie so viele verschiedene, neue Erfahrungen gemacht hatte und dass mir diese eine Woche wohl f\u00fcr immer als einmaliges Abenteuer in Erinnerung bleiben wird.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbereitung Wissenschaftsolympiade Biologie &nbsp; Vorbereitung auf die Biologie-Olympiade, Erg\u00e4nzungen in Themenbereichen, die nicht im Lehrplan enthalten sind. 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